jetzt bin ich heute shcon in hobart angekommen…und kann daher bereits meinen kleinen bericht über melbourne abliefern. und eins kann ich euch sagen: melbourne ist eine stadt zum verlieben!
ganz im gegensatz zu den anderen städten, in denen ich bisher war, pulsiert in melbourne alles, auch am sonntag. menschen strömen durch die stadt, die geschäfte haben offen…als ich am eingang zu chinatown vorbeigegangen bin, habe ich noch die reste der chinesischen neujahrs parade mitbekommen. nachdem ich das eigentliche neujahr ja in einem zug verbracht habe, war das eine ganz nette sache. und seit langem hab ich auch wiedermal gekocht, und gleich mal zwiebeln und knoblauch beim einkaufen vergessen. da sieht man, dass man die kleinigkeiten einfach vergisst, wenn man schon lange nicht mehr gekocht hat. meine pasta war aber trotzdem gut, yummy, yummy. ich denk aber nicht, dass ich das so schnell nochmal machen werde, ist mir einfach zu viel aufwand und geschirr abwaschen muss man nachher auch gleich. nein danke.
gegen 10:30 hab ich mich mit karl, dem australier, der mit mir in taiwan studiert, bei flinder’s station getroffen, ein ganz bekannter treffpunkt in melbourne, die locals nennen es “a meeting under the clocks”. nach einem leckeren kaffee und einer kleinen tour durch die stadt hat er mich mit raus zu seinen eltern genommen. die wohnen in dem ca. 1 stunde von melbourne entfernten städtchen rosebud (ich muss da immer an das spiel die sims denken, wo der cheat für unendlich viel geld rosebud war…). dort ist eigentlich nichts los außer tauben und katzen. denn karls vater züchtet tauben, und ist ganz verrückt nach denen. er importiert sie sogar aus belgien und schickt sie zu offiziellen “tauben wettfliegen”. karls mutter dagegen züchtet katzen, burmesen und siamesen. dazu hat mir fionas freund ein sprichwort beigebracht: to put the cat among the pigeons. heißt so viel wie: unruhe stiften. aber so is es in rosebud überhaupt nicht, das einzige, was für unruhe sorgen kann, ist, wenn im lawn-bawls club meisterschaften sind. lawn-bawls sagt euch nix? dann schnell mal googeln, denn laut karls vater, ist das DER sport zur zeit. allerdings muss man immer bedenken, dass er tauben aus belgien importiert…
das bett am dachboden bei karls eltern war echt mehr als gemütlich, vor allem, weil ich das zimmer nicht mit fünf anderen leuten teilen musste. beim frühstück hab ich allerdings den fehler begangen, veggiemite zu probieren. so etwas ekelhaftes hab ich ja schon lange nicht mehr gegessen, wirklich. bäh. und karl hat sich aufgeregt, weil ich mir ein erdnussbutter-marmeladen sandwich gemacht hab. dabei ist das schwarze zeugs, dass er so gern isst, noch viel ekeliger. nach der frühstückskatastrophe hab ich allerdings eine privat-tour im auto runf um die halbinsel bekommen: flinders, portsea, london bridge, sorrento…in sorrento gabs dann die angeblich weltberühmten und von aussies erfunden vanilla slices zum essen. die waren soooo voll mit vanille creme, dass ich sie nichtmal fertigessen konnte. dann wollten wir eigentlich die fähre nach queenscliff nehmen, haben uns dann aber im letzten moment umentschieden und sind doch lieber zurück nach rosebud. auf dem heimweg haben wir noch fish and chips mitgenommen, und dann hab ich eine lehrreiche nachhilfestunde in sachen cricket erhalten. anfangs denkt man ja, dass die irgendwie nur den ball hin und her werfen und dann plötzlich loslaufen, aber wenn man die regeln kapiert hat, ergibt das spiel auf einmal sinn. und irgendwie hab ich dann versprochen, dass ich in wien einem cricket verein beitrete…gibt’s sowas bei uns überhaupt? abends, zurück im hostel, musste ich dann feststellen, dass man mich bestohlen hatte. ich hab nämlich mein elektronisches wörterbuch (chinesisch-englisch) im zimmer in meinem spind (der unversperrt war, ja, ich weiß, ich könnt mich eh selber schlagen) gelassen und dann war es nicht mehr da. schöne scheiße. das einzig gute ist, dass es einen defekt hatte und nicht mehr zum aufdrehen ging. der dieb hat also rein gar nichts davon. friss das, du idiot!
fionas kleidungsstil hat sich auch in melbourne nicht sonderlich verändert, bloß, dass sie hier ja mehr kleidungsstücke besitzt und sie nicht mehr jede woche das selbe tragen muss. aber farben mischt sie trotzdem manchmal zu viele miteinander
nach einem kaffee waren wir brunchen in st. kilda, einem strand und partyvorort von melbourne. die hatten dort echt die leckersten obsttörtchen, fast so wie die vom bawag café im ekazent…gibts das eigentlich noch? abends war ich dann mit einem mädel aus meinem zimmer im kino, sylva, aus norwegen, die architektur in melbourne studieren wird. wir hatten ein paar bier vor dem film…was sich dann als eher problematisch herausgestellt hat, weil ich ganz dringend aufs klo musste, aber nichts von dem film verpassen wollte. der film heißt übrigens “juno” und ihr solltet euch den unbedingt anschauen!!
heut war ich nochmal mit karl unterwegs, der mich mit einer sms gleich mal um 8 aufgeweckt hat, weil ihm anscheinend langweilig war…ich hab mich aber trotzdem erst um 11 mit ihm getroffen. wieder mal einen kaffee und dann sind wir rauf richtung brunswick street, die wohl genialste straße in ganz melbourne gefahren. dort gibt es total viele künstler-mäßige geschäfte, im bohemian style, für schmuck und kleidung. und jede menge total cooler cafés und bars. um die ecke ist dann auch gleich das italiensiche viertel rund um lygon street, was mich, außer dass es dort traditionell italienische eissalons gibt, nicht sooo beeindruckt hat. auf seinem heimweg hat er mich dann bei bridge road aus der straßenbahn geschmissen, einer einkaufsmeile. schläääächte idee…weil dann hab ich natürlich wiedermal geld ausgegeben…einiges…giacomo ist auch im hostel angekommen und wir waren abends auf einer vom hostel organisierten bar tour…so viel dazu: kein bierrausch mehr. das war fürchterlich, fast so schlimm wie rotweinrausch.
nichts besonderes zu berichten, außer einem verkatertem giacomo und einem leckeren abendessen in brunswickstreet. ach ja: und ein mitternachtskaffee mit fiona und ihrem freund patrick.
ich: ich bin aber nicht irgendwie besonders angezogen!
fiona: das passt schon, alle sind in jeans und t-shirt!
und dann taucht sie da auf, in einem lila cocktailkleid mit roten high heels, und als ich meine verwunderung über ihr jeans und t-shirt outfit ausdrücke, meint sie lachend: aber patrick ist in jeans und t-shirt. na super.
mittagessen war ich mit fiona, patrick, ihrem cousin und dessen freundin simone in einem shanghai dumpling restaurant, dass…nun ja…SEHR chinesisch war. die dumplings waren gar nicht schlecht, aber natürlich bei weiten nicht so gut wie in taiwan. war aber auch zu erwarten! nachmittags hab ich die sonnenterrasse auf dem dach unseres hostels entdeckt, auf der nur ein pool fehlt. und abends? ja, abends war ich bei fiona daheim zum grillen eingeladen. mit dem zug hat es aber fast eine stunde dorthin gedauert…und dann noch 20 minuten im auto vom bahnsteig bis zum haus, aber was für ein haus das ist. ein richtiges cottage, so was, wo man ruhigen urlaub machen möchte, mit zwei kühen, hühnern, einem weingarten und swimmingpool. traumhaft. fionas familie ist auch ganz entzückend, genauso wie fi.
mein letzter tag in melbourne hat mit einem frühstück mit sarah, einer freundin von fi, bei ihr um die ecke angefangen. mit wohl der besten vegetarischen quiche die ich je gegessen hab. einfach wow. danach waren wir ein bisschen shoppen in total coolen retro-geschäften und mittagessen bei einem leckeren thailänder. hmmm, pad thai! sarahs haus ist unglaublich! hell und groß und neu…sie teilt es sich mit 4 mitbewohnern, von denen einer heute den totalen, aber echt totalen hangover hatte. sowas hab ich noch selten gesehen. sarah hat einige freunde zusammengetrommelt, für ein picknick beim tropfest, das weltgrößte kurzfilmfestival. es wird jedes jahr in verschiedenen australischen städten zu selben zeit auf einer großen leinwand ausgestrahlt. das war echt GENIAL! wir hatten dips und türkisches brot, käse und wein…lecka, lecka, lecka. und als es dann dunkel war, haben die kurzfilme angefangen, 16 insgesamt. schade nur, dass der tag mit packen aufgehört hat. denn das war mein letzter tag in melbourne…zu mindest hat mein aufenthalt dort einmalig aufgehört!